buch.SÜDOST — 19.03.2012 16:27


von Gabriel Kords
Weißrussland: Gegen die Unwissenheit

Auch wenn Weißrussland ein Schwerpunktland der Buchmesse war: Über die Literatur des kleinen Landes, das viele vor allem als „letzte Diktatur Europas“ kennen, ist hierzulande immer noch wenig bekannt. Ein Netzwerk aus Autoren und Übersetzern versucht, mit Hilfe des Internets erste Aufklärungsarbeit zu leisten.

Screenshot von "literabel.de"

Das Portal literabel.de ging vor knapp einem Jahr an den Start, mit Förderung der Robert-Bosch-Stiftung und der deutsch-belarussischen Gesellschaft. Die auch optisch ansprechende Website bietet erste Informationen zum Land und seinen Literaten – viele der Texte sind durchaus ausführlich. Die Projekt-Macher richten sich mit ihrer Seite einerseits an Verleger und Berichterstatter, aber auch an ein interessiertes Literatur-Publikum. Mit der Einbeziehung von Facebook binden sie auch Social Media mit ein. Dass es den Machern aber eher um Klasse statt Masse geht, zeigt sich auch an den Facebook-Zahlen – bislang konnte „literabel“ erst gut 60 Facebook-Freunde gewinnen.

Dennoch zieht der Projekt-Leiter Thomas Weiler, selbst Übersetzer für Belarussisch, ein positives Fazit: „Durch die Webseite gibt es erstmals deutschsprachige Informationen zu belarussischer Literatur im Internet. Vorher gab es nichts.“ Auch die Buchmesse habe ihren Teil dazu beigetragen, auf die Literatur des gar nicht so kleinen Landes in Europas Osten hinzuweisen.

Weitere Fragen zu diesem Thema gibt’s im Video-Interview mit Thomas Weiler:

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