buch.FESTIVAL — 15.03.2012 10:20


von Matthias Mockler
Leseratten im Keller

Wenn Kellergewölbe zum Pilgerort nationaler Leseratten werden und in der Kneipe ein Buch zum Kassenschlager wird, dann ist in Leipzig wieder Buchmesse. Mit rund 2600 Veranstaltungen an 350 Orten ist das dazugehörige Lesefestival „Leipzig liest“ das größte Europas und damit der Clou der jährlichen Veranstaltung. “Schnell und laut gibt es auf der Messe”, sagt Buchmesse-Direktor Oliver Zille. “Atmosphärischen Literaturgenuss gibt es bei ,Leipzig liest’!”

Unter der Rubrik buch.Festival stellen die Buchmessies in den kommenden Tagen die spannendsten Aspekte vor.

Auf der Messe

Am Donnerstag lassen wir uns von den Slam-Poeten am Messestand des Fernsehsenders ARTE auf den Tag einstimmen. Jeden Morgen bieten sie um 10.30 Uhr ein 20-minütiges Wake-Up-Programm.

Eine Geschichte in nur 140 Zeichen erzählen, das klingt unglaublich. Werbefilmregisseur Florian Meimberg aus Düsseldorf hat diese Art zu schreiben zur Perfektion getrieben. Er braucht keinen Verlag: Seine Werke veröffentlicht er über den Internetdienst Twitter. 2010 gewann er dafür sogar den Grimme Online Award. Für uns Grund genug ein Interview, äh, Twitterview, mit ihm zu führen.

Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus richtet sich die Aktion „Worte gegen Rechts“ des Verbands Deutscher Schriftsteller. Verschiedene Autoren erheben im Sachbuchforum ihre Stimme gegen Rechts – die Buchmessies sind dabei.

Fetische, Krankheiten, Grausamkeiten – Gibt es Dinge über die man nicht schreiben darf? Die Veranstaltung „Tabu-Zonen“ sucht Antworten auf diese Frage. Wir sind dabei.

In der Stadt

„Was sie schon immer von Dichtern (nicht) wissen wollten“, das erzählt Kirsti Dubeck auf einem literarischen Rundgang durch die Stadt. Wie das aussieht, wollen die Buchmessies genauer wissen und nehmen an der Tour teil.

Wie überlebt man den Lese-Marathon der Langen Leipziger Lesenacht? Von 19 bis 24 Uhr lesen junge Autoren in der Leipziger Moritzbastei. Unsere Autoren wagen den Selbstversuch und wollen am Donnerstag einen Abend lang nicht reden, sondern nur zuhören.

Außerdem in der Rubrik: Eine Lehrstunde zum Verrücktbleiben mit Else Buschheuer. Warum wir immer noch Angst vor Clowns haben. Und wie ein Bruchteil einer Sekunde das Leben von Zeruya Shalev veränderte.

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