buch.MACHER — 19.03.2012 18:36


von Tobias Fülbeck & Susanna Zdrzalek
Ein “Verbrecher” auf dem blauen Stuhl

Jörg Sundermeier war ein Dieb. Unter dem Deckmantel „Verbrecher Verlag“ sammelte er Manuskripte von Autoren und kopierte sie, um seine eigene Leselust zu befriedigen. Irgendwann wurde aus dem Spaß ein Geschäft. 1995 erschien der erste Roman im Verlag, der noch immer existiert.

Und wächst. Längst erscheinen einige Romane des kleinen, unabhängigen Verlages in Buchhandlungen wie Thalia oder Hugendubel. Sundermeier ist nicht nur Verleger, er schreibt auch selbst, unter anderem veröffentlichte er das “Leipzigbuch” oder das “Ruhrgebietsbuch”.

In der Reihe „Der blaue Stuhl“ spricht Sundermeier auf buchmessies.de über die Entstehungsgeschichte vom Berliner „Verbrecher Verlag“, die deutsche Buchlandschaft und er erzählt, warum ihn Robert Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“ immer wieder aufs Neue fasziniert.

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